Die EU betont, dass das Bargeld auch künftig erhalten bleiben soll. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Hansjörg Stützle warnt, dass Bargeld trotz der geplanten EU-Bargeldverordnung schrittweise aus dem Alltag verschwinden könnte – nicht durch ein offizielles Bargeld-Verbot, sondern durch Ausnahmen bei der Annahme und eine zunehmend schwierige Verfügbarkeit. Hierzu gibt es ein aktuelles Video.
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Über die Bargeld-Initiative
Hansjörg Stützle ist Initiator der Website bargeldverbot.info. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich beruflich mit den Themen Geld und Wirtschaft und setzt sich heute insbesondere für den Erhalt des Bargelds ein.
Prof. Dr. Christian Rieck ist Professor für Finance und Wirtschaftstheorie an der Frankfurt University of Applied Sciences und Experte für Spieltheorie. Bekannt ist er auch durch seinen YouTube-Kanal, mit mehr als einer halben Million Abonnenten, auf dem er aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen analysiert.
Aktuell sorgt dort ein Video von Hansjörg Stützle für Aufmerksamkeit: Prof. Christian Rieck hat den Beitrag auf seinem Kanal veröffentlicht und damit die Diskussion über die Zukunft des Bargelds erneut aufgegriffen.
Das Video
Worum es geht
Die EU arbeitet an einer neuen Bargeldverordnung. Voraussichtlich wird noch in diesem Jahr über die Regelungen zu Bargeld und zum digitalen Euro abgestimmt.
Obwohl offiziell seitens der EU betont wird, dass das Bargeld erhalten bleiben wird, besteht die Gefahr, dass Bargeld durch die Hintertür aus dem Alltag verschwinden könnte.
Zwar soll Bargeld mit dieser Regelung künftig grundsätzlich angenommen werden, jedoch bestünde hierzu keine Verpflichtung. Wenn es zukünftig an vielen Stellen nicht mehr möglich wäre, mir Bargeld zu bezahlen (an Fahrkartenautomaten, in Ämern, im Einzelhandel …), dann könnte Bargeld unattraktiv werden.
Ebenso gibt es laut Stützle »keine klare Regelung zur Verfügbarkeit von Bargeld«. Wenn dieses nur noch mit erheblichem Mehraufwand oder höheren Kosten erhältlich wäre, etwa durch weniger Geldautomaten oder zusätzliche Gebühren, könnte dies die Nutzung weiter erschweren.
Davor warnt Stützle: Kein offizielles Verbot, sondern eine Abschaffung durch die Hintertür, indem Bargeld unattraktiv gemacht und schrittweise verdrängt wird.
Was tun?
Die Botschaft von Hansjörg Stützle: »Nur eine Empörungswelle kann bewirken, dass Bargeld noch einen Schutz bekommt.«
Daher auch das Video: Stützle erklärt darin in rund 15 Minuten die Zusammenhänge und seine Kritik an der geplanten Regelung. Sehen Sie es sich an!
Hier kann man auf der Website von Hansjörg Stützle die Petition unterschreiben, Bargeld in Europa gesetzlich zu schützen.